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Was ist
WT ?
WT
ist ein altes südchinesisches Selbstverteidigungssystem und seinem
Charakter nach exemplarisch für die sogenannten „inneren“
bzw. „weichen“ Stilrichtungen asiatischer Kampfkunst.
Einer
überlieferten Legende zufolge wird der Ursprung des WT auf die
buddhistische Nonne Ng Mui zurückgeführt. Diese
lebte vor ca. 250 Jahren als einzige Frau unter Mönchen in dem
sagenumwobenen „Shaolin“-Kloster und soll selbst ihren männlichen
Zeitgenossen kämpferisch weit überlegen gewesen sein. Im Ergebnis
einer detaillierten Analyse des traditionellen Shaolin-Kung-Fu entwickelte
sie ein völlig neues Selbstverteidigungskonzept, welches die Schwächen
der herkömmlichen Stile nicht nur vermied, sondern statt dessen
diese geschickt für sich ausnutzte. Die Legende verweist weiterhin
auf ein Mädchen namens Yim Wing Tsun, einzige Schülerin der
alternden Nonne Ng Mui und alleinige Erbin deren ideellen Vermächtnisses.
Zu Ehren dieses Mädchens erhielt die seither im engsten Kreis vertrauenswürdiger
Personen gepflegte und über Jahrhunderte permanent vervollkommnete
Selbstverteidigungsmethode den Namen: „WingTsun“, kurz -
WT.
WT
steht heute als Trademark für jene Interpretation des Stils, die
Großmeister Leung Ting von seinem Lehrer Yip Man in Hong Kong
erlernte und systematisierte, bevor er sie an seinen deutschen Meisterschüler
Keith R. Kernspecht weitergab. Dieser führte WT mit modifizierter
Didaktik sowie unter Berücksichtigung der westlichen Mentalität
in Europa ein, ohne es jedoch dabei zu verwässern.
WT
wurde mit großem Erfolg vielfach praktisch erprobt. Seine Funktionalität
ist weltweit einmalig. WT versetzt uns in die vorteilhafte Lage, den
eigenen Körper für jeden Angreifer ungenießbar machen
zu können. Anerkannterweise verfügt es außerdem über
ein unerreichtes Methodikrepertoire, das kontinuierlich weiterentwickelt
und aktuellen Notwendigkeiten flexibel angepasst wird. Dies ist nur
möglich, weil die seit dem Ursprung ungebrochene Tradition nie
eine Anhäufung stereotyper Techniken zum Ziel hatte, sondern stets
universellen Prinzipien folgte, von denen sich anforderungsgerechte
Lösungen situationsadäquat ableiten lassen. Hierin liegt auch
der so umfassende theoretische Hintergrund des WingTsun begründet.
Unserer
WT-Logik widersprechend vertrauen herkömmliche Stilisten auf festgelegte
und im Training eingeschliffene Abwehrkombinationen. Unglücklicherweise
greift jedoch ein reeller Gegner - anders
als der Trainingspartner - niemals so an, wie man es einstudiert hat.
Mit anderen Worten: Er stellt nie genau die Frage (=Angriff), auf welche
der herkömmliche Stilist seine Antwort (=Abwehr) auswendig gelernt
hat. Nur mit erheblichem eigenen Körpereinsatz kann die unter Umständen
konservierte und vorher zurechtgelegte Antwort (=Abwehr) passend gemacht
werden. Zu solchen Gewaltakten, die obendrein entscheidend von Faktoren
wie Schnelligkeit und Glück abhängen, fehlen schwächeren
Personen alle Voraussetzungen. Selbst der Starke kann auf einen noch
Stärkeren treffen. Unter diesem Aspekt erscheint es wenig sinnvoll,
dass Vertreter der sogenannten „äußeren“ bzw.
„harten“ Stilrichtungen zuerst versuchen, die Angriffsenergie
des Gegners gewaltsam zu neutralisieren, um ihn anschließend mit
eigener Kraft k. o. zu setzen.
Beim WT verwenden wir zur Abwehr und zum Konter prinzipiell die Kraft
des Angreifers, der ja offensichtlich genug davon zu haben scheint.
Dabei wird unsere Reaktion direkt auf mechanische Weise durch den gegnerischen
Angriff hervorgerufen, d. h. jede Bewegung, die der Angreifer beginnt,
zu einem für uns günstigen Ende geführt. Folglich betrachten
wir die Kontrahenten nicht als Gegensätze, sondern im Sinne des
taoistischen Yin-Yang als sich ergänzende, harmonische Kräfte
eines Systems.
Ganz
gleich, welchen Kampfsport wir betreiben, wir werden unsere antrainierten
Fertigkeiten nach allen Regeln der Kunst möglichst optimal einsetzen.
Häufig sind
es aber gerade jene im Training und Wettkampf gebotenen Regeln, die
verhindern, dass wir auf den gegnerischen Angriff völlig unvorbelastet
reagieren können. WT kennt deshalb keine sportlichen Veranstaltungen
mit Schiedsrichtern und vermeidet sorgfältig alle Regeln, denn
in einer realen Auseinanderset-
zung würden diese zweifellos zu Einschränkungen der Verteidigungs-
fähigkeit
führen. Wer also seine kämpferischen Qualitäten an der
Realität und nicht am Regelkanon irgendeines beliebigen Stils aus-richten
will, erhält mit WT eine sowohl strategisch-technisch ausgeklügelte
als auch notwehrrechtlich stichfeste, effektive Selbstverteidigungsmöglichkeit.
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Thomas
Ullmer
Tel.
0160 / 3603128
Trainingszeiten:
Di. 20:00
- 21:30
Do. 18:30
- 20:00
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